SŁUPSK

ul. Dominikańska 5-9
tel. 59 842 40 81

GODZINY OTWARCIA:

Poniedziałek-wtorek: nieczynne
Środa: 12:00-17:00
Czwartek-Niedziela: 10:00-17:00


Schloss der pommerschen Herzöge:
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(im Erdgeschoss)
Schätze der pommerschen Herzöge
Andenken an die letzten Vertreter der Greifen-Familie, die seit Beginn des 12. bis zur 2.  Hälfte des 17 Jh. im Herzogtum Pommern lebte. In der Ausstellung werden u.a. Zinnsarkophage sowie Sargausstattung und Totenkleidung von Anna de Croy und ihrem Sohn, Ernst Bogislav präsentiert.
Im selben Raum kann man auch den sog. Rügenwalder Silberaltar betrachten.
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Aus der Vergangenheit von Stolp
Die Ausstellung ist der Stadtgeschichte gewidmet. Die Ausstellungsstücke stammen hauptsächlich aus dem Zeitraum vom 17. Jh. bis zur 2. Hälfte des 20 Jh., aber vertreten sind auch ältere – prähistorische und mittelalterliche - Objekte. Insgesamt wurden ca. 650 Exponate zusammengetragen.
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(im 1. Stock)
Alte pommersche Kunst vom 14. bis 18. Jahrhundert
Die Entwicklung der bildenden Künste in Pommern vom Mittelalter bis zum Rokoko: mittelalterliche gotische Plastiken, die früher die Kirchen im Herzogtum Pommern schmückten, Gemälde aus Schlössern, Zinnerzeugnisse der pommerschen Zinngießer und Schlossmobiliar aus dem 18 Jh. sowie Porzellan.
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(im 2. Stock)
Gemeinsam zu Tisch - Besteck und kulinarisches Zubehör vom 17 . bis zum 21. Jahrhundert
In der Ausstellung werden über 1400 Stücke – in chronologischer und typologischer Abfolge gezeigt. Es sind gewöhnliche (Löffel, Messer und Gabeln) und Sonderbestecke, die zum Servieren und Verzehren von besonderen Speisen, wie Austern oder Beeren, verwendet wurden.
Getrennt werden serienmäßig produzierte Bestecke, vor allem von polnischen Herstellern wie Norblin oder Fraget, präsentiert.
Den Kern der Ausstellung bilden Bestecke, die 1875-1935 in europäischen, vor allem deutschen, polnischen, englischen und französischen Fabriken produziert wurden. Es gibt aber auch amerikanische Produkte.
Einen Teil bilden handwerkliche Erzeugnisse von kleinen Goldschmiedewerkstätten (wahrscheinlich Silberschmiede), andere wurden in Manufakturen oder aber auch in Großfabriken hergestellt.
Die meisten Exponate stammen aus einer einmaligen Privatsammlung von 839 Stücken, die zu den größten in Europa zählt und 2018 vom Museum angekauft wurde.
Einen beträchtlichen Teil der Ausstellung stellen zwei Funde aus Stolp dar. Die Gegenstände wurden 1945 von den fliehenden deutschen Einwohnern in der Stadt versteckt. Der eine Fund stammt aus dem Nachlass der Familie von Kleist (es sind fast 300 Stücke, hauptsächlich silbernes, mit dem Familienwappen signiertes Besteck), der andere - Gefäße aus Glas und Fayence - gehörte einer mittelständischen Familie.
Sonstige Ausstellungsstücke stammen teils aus der Sammlung des Heimatmuseums in Stolp, teils wurden sie vom Mittelpommerschen Museum erworben.
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Schlossturm, von dem aus man das Panorama von Słupsk bewundern kann. Im Treppenhaus des Turmes sind historische Stadtansichten (Kopien von Ansichtskarten und Graphiken) aus den Beständen des Museums zu sehen.
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Schlossmühle:
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Zwei ethnographische Dauerausstellungen unter dem gemeinsamen Titel:
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Die frühere und gegenwärtige Kulturrealität in Pommern
Alte regionale Volksgruppen Pommerns: die Ausstellung zeigt das frühere pommersche Dorf und eine Reihe von Jahres- und Familienbräuchen der einheimischen Bevölkerung durch archivalische Fotos und Gegenstände der materiellen Kultur sowie nach Originalvorlagen gefertigte Trachten der Slowinzen, Kaschuben, Jamunder, Pyritzer und Belbucker vom 18. bis zum 20. Jahrhundert.
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Kulturelle Wurzeln der heutigen Pommern: die Ausstellung zeigt verschiedene Gruppen von Siedlern der Nachkriegszeit in Form von einzelnen Szenen mit Puppen in originalen Trachten, Möbeln und Gebrauchsgegenständen. Die Ausstellung runden originale Dokumente aus der Zeit der Umsiedlungsaktionen, Besitzverleihungsurkunden von Bauernhöfen, Wohnungen u.ä. in den nördlichen und westlichen Gebieten Polens sowie zahlreiche Fotografien ab.
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SONDERAUSSTELLUNGEN 2022
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Schloss der pommerschen Herzöge (im 2. Stock):
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Neuerwerbungen des Museums aus den Jahren 2012-2020
17. Oktober 2021 bis 16. April 2022
Die Ausstellung möchte allen den Menschen die Dankbarkeit und Wertschätzung zum Ausdruck bringen, die unserer Einrichtung museale Gegenstände überlassen haben. Die Gegenstände hatten für sie oft einen emotionalen Wert und die Übergabe ist eine Geste des Vertrauens, das sie dem Museum entgegenbringen.
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Wenn mehr Wert im Dekor als im Nominal steckt. Ikonografie der Notgeldscheine
6. Mai bis 4. September 2022
Notgeldscheine wurden zahlreich emittiert in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg. Am Anfang in Eile, ohne durchdachte Komposition und in bescheidener grafischer Aufmachung gedruckt, nahmen sie mit der Zeit ihre echte Form an: neben dem Nennwert erschienen Angaben zu Bedingungen und Zeitdauer des Umlaufs wie auch reine Schmuckelemente. Die Entwürfe wurden von bekannten Künstlern geschaffen, auch für die Qualität der gedruckten Scheine wurde gesorgt.
In der Sammlung des "Münzkabinetts" des Museums befinden sich über 800 Notgeldscheine aus den Jahren 1917-1923, die meisten zeichnen sich durch ihre interessanten ikonografischen Motive aus. In der Ausstellung werden 551 Notgeldscheine gezeigt, die nach Motiven gruppiert wurden.
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Die Welt des Bernsteins
13. Mai bis 18. September 2022
Die Ausstellung thematisiert die Rolle des Bersteins in der Menschheitsgeschichte seit der Neusteinzeit bis zur Gegenwart. Unter Verwendung vorhandener Werkzeuge versuchte der Mensch immer, den Glanz und die natürliche Schönheit des Bernsteins, der als Prestige-Symbol und Arzneimittel für Leib und Seele fungierte, zur Geltung zu bringen.
Die von der Abteilung für Bernstein der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warszawa vorbereitete Ausstellung umfasst vier Themenbereiche: Bernstein der Ostsee (Entstehung, Vorkommen, Nutzung), Harzarten der Welt, Bernstein in der Medizin und Bernstein-Imitationen und bietet den Besuchern, einmalige Exponate und wahre "Wunder der Natur" (Tiere und Pflanzen für immer eingetaucht in einer Art "Zeitkapsel") kennen zu lernen.
In der Ausstellung kann man auch Leihgaben aus dem Bernsteinmuseum in Ustka sowie Familienandenken und Arbeiten in Bernstein aus der Werkstatt des Slupsker Bernsteindrehers Narcyz Kalski besichtigen. Eine Besonderheit stellt eine Leihgabe des Nationalmuseums in Szczecin, doch in Slupsk und besonders den Bernstein-Liebhabern gut bekannte Glücksbärchen dar - ein 1887 beim Torfstechen in der Nähe von Stolp gefundenes, einmaliges Beispiel für die Kunst steinzeitlicher Wandervölker. Es wurde zuletzt 2010 in Slupsk gezeigt, anlässlich des Jubiläums der Stadtrechteverleihung.
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Blankwaffen der Polnischen Armee aus den Jahren 1914-1945 aus den Beständen der Sammler in Schneidemühl
16. September 2022 bis Februar 2023
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Sammlerische Leidenschaften der Stolper Münzensammler
7. Oktober bis 13. November 2022
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Die Krakauer Krippenkunst
6. Dezember 2022 bis April 2023
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Schlossmühle:
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Die geflochtene Welt eines Kaschuben. Das 55. Jubiläum des Kunstschaffens von Czesław Hinc
bis 31. Mai 2022
Die Ausstellung bildet eine Fortsetzung einer Ausstellungsreihe, die das Schaffen volkstümlicher und naiver Künstler sowie ländlichen Traditionen treuer Hand- und Kunsthandwerker aus Pommern zeigt.
Czesław Hinc stammt aus Kościerzyna (früher Berent) und befasst sich mit Flechterei, Bildhauerei, Hinterglasmalerei sowie mit dem untergehenden Handwerk der Korbflechterei. Den Kern der Ausstellung bilden über 80 Arbeiten des Künstlers und seiner Familienangehörigen: Körbe sowie andere aus Baumzweigen und -ästen und aus Stroh geflochtene Gegenstände. Auch Plastiken und Hinterglasmalereien sind vertreten. In der Ausstellung kann man traditionelle und für die kaschubische Kultur charakteristische Formen der Flechterei sowie die Vorgehensweise eines Flechters kennen lernen, die den arbeitsintensiven Weg vom Werkstoff Baumwurzel zum Werk Korb zeigt. Czesław Hinc beteiligt sich seit über einem halben Jahrhundert aktiv am Kunstleben der Region, nimmt an Wettbewerben, Jahrmärkten teil, vermittelt kaschubische Traditionen und vor allen Dingen sein künstlerisches Können, indem er zahlreiche Workshops und Kurse für Alt und Jung leitet. Seine Aktivitäten wurden mit mehreren Auszeichnungen gewürdigt.
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Blumenreiche Tradition
13. Juli 2022 bis 29. Januar 2023
Die Ausstellung zeigt traditionelle Blumenmotive in der Volkskunst. Geplant sind begleitende Workshops, Vorträge u.ä.
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Teestube im Richter-Speicher:
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Die Slowinzen. Zeit, die stehen blieb
Dezember 2021 bis 24. Januar 2022
Ausstellung mit Porträtfotografien der Einwohner der slowinzischen Dörfer aus den Jahren 1896-1960.
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Arbeiten der Schüler des S. I. Witkiewicz-Kunstgymnasiums in Słupsk
24. Januar bis. 5. April 2022
In Zusammenarbeit mit dem Kunstgymnasium werden alljährlich Ausstellungen zu jeweils unterschiedlichen Themen organisiert.
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„Witkacy und ich” – Finissage eines Wettbewerbs für Schüler
7. April – 27. April 2022
Ausstellung mit preisgekrönten Arbeiten vom 14. landesweiten künstlerisch-fotografischen Wettbewerb "Witkacy und ich", der in Zusammenarbeit der 3. Grundschule und des Museums in Slupsk, unter der Schirmherrschaft der Stadtpräsidentin, organisiert wurde. Ziel des Wettbewerbs ist es, das Schaffen von Stanisław Ignacy Witkiewicz bekannt zu machen und die junge Generation dazu anzuregen, Inspiration in seinen Werken zu suchen.
Am Wettbewerb können Grund- und Oberschüler teilnehmen. Eine besondere Kategorie bilden Kunstoberschulen.
Diesmal haben sich 21 Schulen und Kultureinrichtungen aus verschiedenen Regionen des Landes angemeldet. Eingesandt wurden 208 Arbeiten - 93 künstlerische und 115 fotografische Werke. Eine Jury hat die interessantesten Arbeiten prämiert..
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Fotografische Arbeiten von Absolventen der Technischen Oberschule in Słupsk, Fachrichtung Fototechnik
28. April – 26.Juni 2022
„Summarium” - so haben die Schulabgänger der Technischen Verbundschulen, Fachrichtung Fototechnik, die Ausstellung mit ihren Fotoarbeiten betitelt, die ein Resümee ihrer dreijährigen Lehre darstellt. Sie haben fleißig und eifrig gelernt und gearbeitet, nun sind sie stolz darauf, ihre Arbeiten (Porträts, Natur und Abstraktes) zeigen zu dürfen.
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Die Welt erkunden. Kopien von Ansichtskarten aus dem alten Stolp aus der Sammlung des Museums
27. Juli –  28.August 2022
Eine weitere Ausstellung aus der 2007 begonnenen Ausstellungsreihe. Gezeigt werden etwa 50 Kopien von Ansichtskarten (im DIN A4-Format) mit Ansichten von Einrichtungen, in denen man – ohne die Stadt zu verlassen – das Wissen um die Welt erwerben konnte.
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Polnische Plakatschule XXVII. Die Klassiker: Roman Kalarus
29. August –  23.Oktober 2022
Roman Kalarus ist Professor an der Kunstakademie in Katowice. In der Ausstellung sind zu sehen zwei- und dreifarbige Plakate, die Kalarus in 30 Jahren seiner künstlerischen Tätigkeit zu Theater- und Musikveranstaltungen, Ausstellungen u.a. geschaffen hat. Die Arbeiten wurden dem Museum vom Künstler geschenkt.
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Die Slowinzen, Teil 2
24. Oktober 2022 – Januar 2023
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Weißer Speicher:
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Erdgeschoss, Vernissage-Raum:
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Wir begegneten uns in Słupsk. Erinnerungen von Siedlern der Nachkriegszeit
bis Ende März 2022
Ziel des Projekts „Siedlungstätigkeit nach dem 2. Weltkrieg in Słupsk“ waren die Durchführung und Bearbeitung von Interviews mit Menschen, die nach 1945 in Słupsk gelebt haben, und deren Nachkommen, sowie die Vermittlung ihrer Lebensgeschichten an das breitere Publikum. Anhand der Interviews entstanden ein Film und die Ausstellung - als Nachlese des gesamten Projekts.
Die Arbeit am Projekt ermöglichte es zu erfahren, warum sich diese Menschen entschlossen haben, hierher zu kommen und was für Folgen dieser Entschluss für sie und ihre Familien hatte, was sie in der Heimat zurückgelassen, mitgebracht und hier vor Ort vorgefunden haben und ob ihre Migration noch irgendeine Bedeutung für junge Słupsker hat.
Abgesehen vom geschichtlichem Kontext und den Informationen über die Lebensverhältnisse, die politische Situation usw. konnten auch Erzählungen von Gefühlen und Emotionen, Zugehörigkeitsbewusstsein und Identität sowie von Beziehungen zu anderen Menschen zusammengetragen werden. Es gibt auch persönliche Andenken, die in der Ausstellung zu sehen sind. Die Ausstellung korrespondiert thematisch mit der Problematik der Ausstellung „Słupsk - Stadt und Menschen“, die im 5. Stock zu besichtigen ist.
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Meister der polnischen Bildhauerkunst. Stanisław Horno-Popławski und seine Plastiken
8. April bis 18. September 2022
Stanisław Horno-Popławski (1902-1997) war einer der talentiertesten polnischen Bildhauer des 20. Jh. Er war auch Maler und Pädagoge. Sein Schaffen entwickelte sich vom monumentalen Klassizismus und antiken Skulpturen, über den Realismus, bis hin zu abstraktionsnahen Werken. Der Künstler hat einen eigenen Stil entwickelt. In seinem Schaffen kann man Porträtsplastiken, Statuen, volkstümliche, historische, patriotische, allegorische, religiöse und Genre-Plastiken aus Granit, Nephrit und auch Feldsteinen finden. Die in der Ausstellung gezeigten Werke (in Stein, Gips und als Bronzeguss ausgeführt) sind Leihgaben des nach dem Künstler benannten Zentrums für Kunst in Bydgoszcz.
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75. Jubiläum des Slupsker Puppentheaters "Tecza"
Ende September 2022 bis Ende Januar 2023
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Identität in Gefahr
14. September - 14. November 2022
Eine gemeinsame Freilichtausstellung von 7 Projektteilnehmern, vorbereitet von dem slowenischen Projektpartner, die die im Rahmen des Projekts „Identität jn Gefahr” durchgeführten Aktivitäten zusammenfasst. In der Ausstellung werden u.a. Ausschnitte aus Interviews mit Migranten aus Norwegen, Schweden, Dänemark, Slowenien, Kroatien, Litauen und Polen gezeigt, die über Ähnlichkeiten in den unter verschiedenen Umständen stattfindenden Migrationen von Menschen verschiedener Herkunft erzählen.
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Witkacy anders … (im 1. Stock)
In der Ausstellung werden über 100 Pastellbildnisse von Witkacy sowie seine Publikationen ausgestellt. Eine gute Gelegenheit für Witkacy-Fans, denn so viele seine Arbeiten wurden bisher nur anlässlich von internationalen Witkacy-Tagungen aus den Depots geholt, zuletzt in den Jahren 2009 und 2014.
In Zukunft sollen in den Räumlichkeiten des 1. Stocks andere Ausstellungen organisiert, und Witkacys Werke wird man nur in der Dauerausstellung (und in den Depots) sehen können.
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Witkacy. Gemälde – Zeichnungen – Grafiken + Archivalien – (im 2. Stock)
Die in Polen größte Sammlung zählt zur Zeit über 260 Werke sowie eine beträchtliche Anzahl von Archivalien (Fotos, Briefwechsel, Erstausgaben der Bücher, Texte usw.) von Stanislaw Ignacy Witkiewicz (1885-1939, Künstlername: Witkacy), einem hervorragenden polnischen Künstlers des 20. Jahrhunderts.
Die Anfänge der Sammlung gehen auf das Jahr 1965 zurück, in dem das Museum 110 Pastellarbeiten aus der Sammlung des damals in Lębork wohnenden Sohnes von Teodor Birula-Białynicki (Arzt in Zakopane und Freund des Künstlers) erworben hat. Seitdem erwirbt das Museum kontinuierlich Werke des Künstlers. Die Ausstellung „Witkacy. Gemälde – Zeichnungen – Grafiken + Archivalien” ist die dritte Präsentation der im Besitz des Museums befindlichen Sammlung und gleichzeitig die einzige monografische Ausstellung des Künstlers weltweit. Die gezeigten Werke repräsentieren alle Schaffensperioden von Witkacy, vor allem die in Pastell ausgeführten Portraits, die 1925-1939 im Rahmen seines Ein-Mann-Unternehmens „Portraitfirma S.I. Witkiewicz“ entstanden sind. Archivalien und Bücher werden nicht separat gezeigt, sondern im Kontext mit den malerischen Werken.
Zu sehen gibt es 137 malerische, zeichnerische und grafische Werke sowie hand- und maschinengeschriebene Dokumente, Korrespondenzen und Bücher (darunter solche mit Widmungen von Witkacy). Das Arrangement der Ausstellung bringt künstlerische Vorzüge der Werke zur Geltung, ohne mit ihnen zu konkurrieren oder den Besucher visuell zu dekonzentrieren.
Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen. Der erste zeigt Etappen des Lebens und des künstlerischen Werdegangs von Witkacy: Zakopane, erste Reisen und Erfahrungen, Russland-Aufenthalt, Mitgliedschaft bei den „Formisten“, die Welt der „Reinen Form“, das Jahr 1924 und die Zeit der Portraitfirma. Der zweite Teil informiert über frühere Privatsammlungen, aus denen die meisten Arbeiten des Künstlers in der Sammlung stammen, nämlich von Włodzimierz Nawrocki, Jan und Janina Leszczyński, Modesta Zwolińska, Familie Głogowski sowie Teodor Białynicki-Birula. Gesondert werden auch restauratorische Probleme angesprochen, an einer Stelle, an der z.B. eine Glasscheibe mit Pastellkreidepartikeln gezeigt wird und das Portrait, das sich hinter dieser Scheibe befand.
In der Ausstellung kann man auch Filme ansehen sowie eine Sonderzeitschrift (in Polnisch oder Englisch) lesen, die Informationen über die Geschichte der Ausstellung und deren Teile enthalten. An multimedialen Stationen kann man Portraits nach ausgewählten Kriterien wie z.B. Entstehungsjahr oder Genussmittel aussuchen oder sehen, wie durch Jahrzehnte sich die Farbe des Papiers, auf dem Witkacy ein Bildnis geschaffen hatte, verändert hat. Die Glaswände des Depots ermöglichen einen Blick in die Bereiche des Museums, die gewöhnlich dem Auge der Besucher verborgen bleiben.
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In Anlehnung an Witkacy vom 19. bis zum 21. Jahrhundert(Dauerausstellung im 3. u. 4. Stock)
Das Konzept der Ausstellung beruht darauf, ausgewählte Sujets aus dem Schaffen von Stanisław Ignacy Witkiewicz (Landschaften, Stillleben, Portraits, Selbstbildnisse, figürliche Kompositionen, Genrebilder, Akte, Tierdarstellungen, Wasserlandschaften, Plastiken, Textilkunst, Grafiken, technische und militärische Themen) in Gegenüberstellung mit Werken anderer Künstler zu zeigen, die vor, zeitgleich mit und nach ihm gelebt haben, u.a. Jan Matejko, Władysław Podkowiński, Jacek Malczewski, Olga Boznańska, Franciszek Starowieyski, Edward Dwurnik, Magdalena Abakanowicz. Zum Kontrast wird auch abstrakte Kunst gezeigt (Otto Freundlich, Ignacy Bogdanowicz) gezeigt, die Witkacy zwar bekannt war, der er sich aber nicht gewidmet hat.
In der Ausstellung befinden sich ca. 200 Gemälde, Grafiken, Plakate, Zeichnungen, Kunsttextilien, Plastiken u.a. aus der umfangreichen Sammlung des Museums, die akademische, moderne und zeitgenössische Kunst umfasst.
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Słupsk – Stadt und Menschen 1945-1950(Dauerausstellung im 5. Stock)
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Die Ausstellung wurde als eine Art Hommage an die Einwohner der Stadt vorbereitet, die nach 1945 teils freiwillig, teils als Zwangsumsiedler oder Vertriebene nach Stolp in Hinterpommern, nun Słupsk genannt, kamen, um hier ein neues Leben zu beginnen. Sie zogen in Häuser ein, die früher den geflüchteten oder ausgewiesenen Deutschen gehörten und weil sie Elemente der Kultur ihrer Heimat mitbrachten, trugen sie zur Bildung eines multikulturellen Mosaiks des heutigen Słupsks und seiner Umgebung bei.
Im nachkriegszeitlichen, teilweise zerstörten Słupsk mussten sie die Stadt- und Selbstverwaltung, kulturelles, wissenschaftliches und wirtschaftliches Leben organisieren. Obwohl ihnen oft die nötigen Erfahrungen und Kompetenzen fehlten, konnten sie mit viel Engagement viel Außergewöhnliches schaffen und leisten.
Die Ausstellung erzählt von Menschen und der Stadt, in der sie sich niedergelassen haben. Wenn wir von „Stadt“ sprechen, denken wir oft nicht daran, woraus sie besteht, nämlich aus Menschen. Und mit jeder Stadt verbinden sich Schicksale, die für ganze Gruppen gemein oder für einzelne Menschen charakteristisch sind, die manchmal tragisch, doch sicherlich wert sind, in Erinnerung gerufen zu werden.
Die Geschichte der Stadt wird unter anderem durch multimediale Präsentationen mit Bildern der Stadt aus der Vor- und Nachkriegszeit näher gebracht. Die Geschichten von Menschen, denen in Interviews aufgezeichnete Erinnerungen zugrunde liegen, schildern, wie die Neusiedler in einer ihnen ganz fremden Umgebung ihr neues Zuhause errichteten. So bilden ihre Schicksale einerseits einen wichtigen Bestandteil der Stadtgeschichte, andererseits werden sie als Folge des Zweiten Weltkriegs dargestellt.
Viele ausgestellte Objekte wurden dem Museum von den Einwohnern der Stadt geschenkt. Es sind persönliche Erinnerungsstücke und Dokumente. Wichtige Elemente der Ausstellung bilden Bekanntmachungen an Siedler, Plakate, Anschläge, Fahnen, Gebrauchsgegenstände, Zeitschriften, Bücher, Möbel u.a., die mit Gebäuden, Orten, Betrieben, kulturellen Einrichtungen zusammenhängen – als Sachzeugen der damaligen Zeit.
In der Ausstellung gibt es eine Vitrine mit Objekten, die dem Museum von den Einwohnern der Stadt laufend immer wieder geschenkt werden. Sie werden alle ein paar Monate ausgewechselt. Die Möglichkeit, das eigenes Schicksal mittels persönlicher Gegenstände anderen zu zeigen, erlaubt den Schenkern und Besuchern, sich umso besser mit der Ausstellung zu identifizieren. Die Ausstellung will sie nämlich zur Reflexion darüber bewegen, woher sie stammen, wovon sie geprägt wurden und wohin sie gehen…